Deutschsprachiges ILE-Netzwerk

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Was ist ILE?

ILE steht für „Innovative Learning Environments“ und ist eine internationale Studie, die in Verantwortung des Center for Educational Research and Innovation (CERI) der OECD durchgeführt wird. Insbesondere hat das ILE-Projekt analysiert, wie junge Menschen heute lernen und unter welchen Bedingungen sie besser lernen können. In insgesamt drei Projektphasen wurde zwischen 2008 und 2015 eine konzeptionelle Zusammenarbeit, Analyse und Zusammenstellung von 125 Fallstudien innovativer Lernumgebungen weltweit sowie deren Weiterentwicklung realisiert. Die Studie will gewissermaßen als „Blaupause“ der „lernseitigen“ Weiterentwicklung der Bildungssysteme im OECD-Raum dienen – und zwar über alle Systemebenen hinweg. Um die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Studie in die Praxis zu transferieren, wurde das "ILE 7+3 - Framework" entwickelt, das anhand von sieben Lernprinzipen den Kern innovativer Lernumgebungen beschreibt, während drei Entwicklungsdimensionen die Richtung für eine dynamische Umsetzung des pädagogischen Kerns skizzieren.

Die 7 Lernprinzipien von ILE

  1. Der/die Lernende und sein/ihr Lernen stehen im Mittelpunkt.
  2. Lernen soll im Sozialgefüge und möglichst oft kooperativ geschehen.
  3. Die Motivation der Schüler/innen und ihre Gefühle sind für das Lernen bedeutsam. 
  4. Die individuellen Unterschiede zwischen den Individuen sollen wahrgenommen werden, und über das unterschiedliche Vorwissen sollte man sich bewusst sein.
  5. Jede/r Lernende benötigt anspruchsvolle Herausforderungen, ohne überfordert zu werden.
  6. Formen der Leistungsmessung sollen gewählt werden, die auch wirklich die vorgegebenen Ziele überprüfen und formative Rückmeldungen beinhalten.
  7. Ein Lernraum auch über die eigene Schule und deren Klassenzimmer hinaus soll gestaltet werden. Solch ein Lernraum soll Querbezüge ebenso wie Vernetzungen zwischen Unterrichtsfächern und Aktivitäten sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schule ermöglichen.

(übersetzt aus Dumont et.al. 2010 S. 6-7; siehe auch OECD 2013, u.a. S. 154)

Diese Lernprinzipien werden zudem durch Erkenntnisse der internationalen empirischen Lehr-Lernforschung gestützt (Boekaerts, 1999; Hattie, 2009; Shavelson, 2003 u.a.)

3 Innovationsdimensionen von ILE

  1. Das pädagogische Kerngeschehen evidenz-informiert und gemeinsam weiterentwickeln.
  2. Durch starkes „Learning Leadership“ Entwicklungsdynamik ermöglichen.
  3. Sich öffnen und in innovationsfördernden Partnerschaften engagieren.

 

Leitgedanke und Zielstellung

Das deutschsprachige ILE-Netzwerk, das sich 2015 gründete, greift die Anregungen und Ergebnisse der ILE-Studie auf und regt Innovation an, und zwar durch wissenschaftliche Analyse, intensiven Diskurs, Publikationen und Öffentlichkeitsarbeit.  

Leitgedanke ist die Annahme, dass jede/r im Bildungskontext ein/e Lernende/r ist und Lehrende die Verantwortung für die lernförderliche Gestaltung von Lernumgebungen tragen. Diesem Grundsatz folgend sind alle Bestrebungen des deutschsprachigen ILE-Netzwerkes auf die Lernenden gerichtet. Indem sich die Mitglieder selbst als Lernende begreifen, kooperiert das deutschsprachige ILE-Netzwerk partnerschaftlich und vernetzt auf Augenhöhe zwischen Praxis, Wissenschaft und Bildungsadministration. Alle Aktivitäten stehen im Dienste der Lernenden. Dabei versteht sich das Netzwerk als Brückenbauer, Knotenpunkt und Impulsgeber für die Gestaltung innovativer Lernumgebungen an Schulen im deutschsprachigen Raum.

 Weitere Informationen finden Sie in dieser Präsentation.

 

 

 

 

 

 

 

Wer ist Mitglied im ILE-Netzwerk?

Im Austausch stehen derzeit zahlreiche Akteurinnen und Akteure aus Praxis, Wissenschaft und Bildungsadministration aus Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz. 


Deutschland

Dr. Kerstin Baumgart, Gudrun Keilbar 

Thillm- Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien

 

Prof. Dr. Michaela Gläser-Zikuda, Melanie Bonitz

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Schulpädagogik und Kompetenzstelle für Schulentwicklung und Evaluation

 

Simone Poss, Thomas Berliner

QUS-Qualitätsentwicklung in Unterricht und Schule, Regierungspräsidium Karlsruhe

 

Dr. Kathrin Uplegger

Freie Universität Berlin, Arbeitsbereich Grundschulpädagogik

 

Margarete Schorr

LPM Landesinstitut für Pädagogik und Medien, Fachbereich Schulentwicklung / Schulleiterfortbildung, Saarbrücken


Luxemburg        

Olivier Lang

Ifen - Institute de Formation de l'Education Nationale

 

Österreich

Tanja Westfall-Greiter, Dr. Barbara Schratz, Andreas Schubert, Johanna Erika Schwarz, Helga Diendorfer, Maria Wobak, Christoph Hofbauer, Andrea Köstenbauer

ZLS- Bundeszentrum für lernende Schulen

 

Dr. Claudia Schmied

ehem. Ministerin für Unterricht, Kunst und Kultur

 

Prof. Dr. Michael Schratz, Dr. Evi Agostini, Dr. Markus Ammann, Mag. Livia Rössler

Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung

 

Thomas Nárosy Bed, MBA, MAS

Selbständiger Bildungsinnovations-Berater, Wien

 

Schweiz              

Prof. Dr. Ueli Hostettler

PH Bern, Schwerpunktprogramm Forschung und Entwicklung

 

Niels Anderegg

Pädagogische Hochschule Zürich, Bereich Management und Leadership